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Zahlen und Fakten
Initiator: Friedrich Schiefer Emissionshaus AG
Investitionsobjekte: Containerschiffs-, Flußkreuzfahrtschiffs- und Containerfonds
Steuerliches Konzept: gewerbliche Einnahmen, Tonnagesteuer
Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000 zzgl. 5% Agio
Geplante Laufzeit: 8 Jahre, bis zum 31. Dezember 2015 (2x Verlängerung à 1 Jahr)
Emissionskapital: EUR 10 Mio. (max. EUR 30 Mio.) zzgl. 5% Agio
Fremdfinanzierung: nein
Geplante Ausschüttungen: 5% p.a. (ab 2009), steigend ab 2011
Weichkosten: 15,4%, incl. Agio
Investitionsquote: 84,29%, incl. Agio
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Fondsanalyse vom 31.08.2007
Friedrich Schiefer Emissionshaus AG FSE ShipSelect Fund1
Der Initiator
Die Friedrich Schiefer Emissionshaus AG, Landshut, wurde Juni 2006 gegründet. Beim vorliegenden Fonds handelt es sich um das Erstlingswerk dieses Initiators. Damit kann noch keine Leistungsbilanz vorliegen. Die Entscheidungsträger sind nachweislich erfahren im Bereich geschlossener Fonds, für die direkte Emissionstätigkeit liegt keine Eigenexpertise vor. Da beim vorliegenden Fondskonzept in Fremdfonds investiert werden soll, ist eine solche für den wirtschaftlichen Erfolg nicht essentiell. Wichtiger ist ein gutes Beziehungsgeflecht, um tatsächlich Fondsanteile erwerben zu können. Der Außenauftritt ist professionell.
Schwächen - Aufgrund der kurzen Historie ist noch keine Leistungsbilanz möglich.
Note für Außenauftritt - B.
Der Prospekt
Mit 113 inhaltlich relevanten Seiten fällt der nach IDW-S4-Standard verfaßte Prospekt durchschnittlich umfangreich aus. Die Aufmachung ist sehr ansprechend, die Bild- und Textgestaltung gelungen. Das Zahlenwerk ist verhältnismäßig dünn.
Schwächen - Keine wirtschaftlichen Prognosen bis Ende Fondslaufzeit.
Stärken - Ein inhaltlich und optisch angenehm zu lesender Prospekt.
Die Anlageparameter
Der Fonds soll eine Diversifikation auf zwei Ebenen erreichen: Es sollen Anteile von Containerschiffs- (max. 100%), Flußkreuzfahrtschiffs- (max. 20%) und Containerfonds (max. 50%) erworben werden. Das Marktumfeld der einzelnen Zielsegmente ist jeweils sehr gut. Für den Bereich Flußkreuzfahrtschiffsfonds existiert nur ein Anbieter. Sollte der Fonds tatsächlich nur in Containerschiffsfonds investieren, wäre das nicht notwendigerweise nachteilig für den Anleger. Eine weitere Diversifikation soll erreicht werden durch unterschiedliche Angebotsklassen: Neben Publikumsfonds sollen vor allem Privatplazierungen erworben werden. Diese liegen in der Regel bei einer Mindestbeteiligung von EUR 200.000 und geraten aufgrund der fehlenden Prospektpublikationspflicht kaum in den Fokus der Öffentlichkeit. Über das bestehende Netzwerk des Initiators existiert offensichtlich ein guter Zugang zu derartigen Emissionen. Der Vorteil von Privatplazierungen liegt in der schlanken Kostenstruktur und kurzen Kommunikationswegen. Weitere Anteile sollen über einen Zweitmarkt erworben werden. In diesem Segment hat der Initiator bereits praktische Erfahrungen gesammelt. In der Vergangenheit aufgelegte Fonds können hier privatim zu den Marktmechanismen einer Börse gehandelt werden. Ein externer Fachbeirat, bestehend aus 5 Personen, wird ab einer Einzelbeteiligung je Fonds von EUR 100.000 zur Entscheidung herangezogen. Die Angebotsentscheidung liegt beim Emissionshaus, die Empfehlung des Fachbeirats ist nicht bindend. Neben einer Mindestsubstanzquote von brutto 84% wird für die Auswahl der Zielbeteiligungen eine Leistungsbilanzanalyse verwendet. Einzelne Mitglieder des Fachbeirates haben sich einen Ruf als kompetente Leistungsbilanzanalysten erworben. Allerdings ist der Analyseansatz ausgesprochen quantitativ, also auf den reinen Vergleich von Soll-Ist-Zahlen der Vergangenheit ausgerichtet.
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