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Zahlen und Fakten
Initiator: Art Estate
Investitionsobjekte: 25 zeitgenössische Bilder von 10 deutschen und amerikanischen Künstlern
Steuerliches Konzept: vermögensverwaltende KG
Mindestzeichnungssumme: EUR 2.500 zzgl. 5% Agio (Monatsraten möglich)
Geplante Laufzeit: früheste Kündigung durch Anleger zum 31.12.2021
Gesamtinvestition: EUR 7,35 Mio. (zzgl. 5% Agio)
Geplante Rendite: keine Ausschüttungen während der Fondslaufzeit, angestrebte Wertsteigerung des Gesamtportfolios der Kunstwerke um 10% p.a.
Fremdkapital: ohne
Inflationsrate: 2,5% (ab 2009)
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Fondsanalyse vom 23.12.2006
Art Estate I
Interessantes Angebot für professionelle Investoren. Attraktives Marktumfeld mit großem Potential, allerdings noch sehr intransparenter Markt.
Der Initiator
Die Art Estate Funds GmbH, Hamburg, 100%ige Tochter der Art Estate AG, Hamburg, ist Anbieterin des vorliegenden Angebots. Dieser Kunstfonds ist das Erstlingswerk, aktuell handelt es sich dabei um den einzigen Publikumsfonds auf dem Markt. Naturgemäß liegt keine Leistungsbilanz vor. Die Entscheidungsträger im Haus kommen auch aus dem Galeriebereich. Über die Konzernschwester Vonderbank Art.Galleries werden seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Galerie-Ausstellflächen betrieben (derzeit in Hamburg, Frankfurt und Berlin). Der Außenauftritt des Initiators ist professionell.
Schwächen - Leistungsbilanz noch nicht möglich.
Note für Außenauftritt - B
Der Prospekt
Mit 120 Seiten fällt der Prospekt durchschnittlich umfangreich aus. Das für die meisten Anleger vermutlich neue Investitionssegment der zeitgenössischen Kunst ist nachvollziehbar erläutert. Der Text ist gelungen, ebenso die optische Aufmachung.
Stärken - Die Besonderheiten des Angebots sind hervorragend erläutert.
Der Markt
Der Initiator belegt nachvollziehbar die Chancen der Anlageklasse Kunst. Die Hauptabsatzmärkte für Kunstgegenstände via Auktion befinden sich im angelsächsischen Raum. Die höchstdotierten Künstler sind derzeit zu gleichen Teilen amerikanischen wie europäischen Ursprungs. Im langfristigen Vergleich ist das Segment Kunst deutlich weniger volatil als beispielsweise das Segment Aktien. Die Schwierigkeit besteht ganz offensichtlich darin, das Wertsteigerungspotential eines Künstlers und seiner Werke zu erkennen. Mit zeitgenössischer Kunst (Werke ab 1945) lassen sich teils hohe zweistellige Renditen im Jahr erwirtschaften. Der Markt ist allerdings ausgesprochen schwierig: Er ist intransparent, da die Datenbasis über Verkaufserlöse von Kunstwerken nicht vollständig ist. Andererseits wird der Markt in den letzten Jahren deutlich professioneller. Einer wachsenden Sammlerschicht stehen dank moderner Technologie zunehmend bessere Informationsquellen zur Verfügung. Datenbanken veröffentlichen Ranglisten von Künstlern, vor allem in Hinblick auf deren Marktpotential. Der Wert eines Gemäldes läßt sich nicht objektiv bestimmen, primär die Person des Künstlers ist preisbestimmend. An der Vertrauensfindung in einen Künstler - die Basis für die Preisfindung - sind weltweit rund 100 bis 200 einflußreiche Insider beteiligt. Dazu zählen u.a. Galeristen, Kunsthändler und Sammler. Ist ein Künstler international etabliert, wird die Wertentwicklung quasi zum Selbstläufer, die Abhängigkeit von den Insidern geht gen Null. Die einzelnen Werke eines Künstlers folgen einem Preistrend, der durch ver-öffentlichte Auktionspreise getragen wird.
Schwächen - Schwieriger Markt, der heute noch sehr intransparent ist und Insiderwissen unersetzlich macht.
Stärken - Markt mit hohem Renditepotential. Langfristig steigende weltweite Nachfrage.
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