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Zahlen und Fakten

Initiator: Super Web Fund Emissionshaus GmbH, Berlin

Investitionsstruktur: Investition in die Global Internet Holding Ltd., Malta, über EUR 16 Mio.

Investitionsfokus: Beteiligungen an Firmen des Internet-Gesundheitsmarktes

Steuerliche Gestaltung: Einkünfte aus Kapitalvermögen

Geplante Laufzeit: bis 31. 12. 2019, Exitphase ab 2016, maximal bis 31. 12. 2021

Mindestzeichnungssumme: EUR 15.000 zzgl. 5 % Agio

Emissionskapital: maximal EUR 20 Mio., zzgl. 5 % Agio

Mindestkapital: EUR 625.000

Fremdkapital: nicht auf Fondsebene

Zeichnungsfrist: bis maximal 30. 06. 2014

Geplante Ausschüttungen: 100 % (ab Juli 2016), anschließend 50 % der Mehrerlöse

Frühzeichnerbonus: gestaffelt bis mindestens Ende November 2013

Weichkosten: 19,17 % incl. Agio, 0,8 % p. a.

Investitionsquote netto: 76,19 % incl. Agio

Liquiditätsreserve: EUR 974.300

Plazierungsgarantie: nein

Mittelverwendungskontrolle: Treuhand GmbH Franken Wirtschaftsprüfergesellschaft, Erlangen

Treuhandkommanditist: Erlanger Consulting GmbH, Erlangen

Investment Manager: Megadon AG, Schweiz

Alleinstellungsmerkmale: Investition in Internet-Gesundheitsfirmen. Co-Investment mit institutionellen Investoren. Exzellenter Fachpartner mit langjähriger und umfangreicher positiver Leistungsbilanz.

Bewertung: 1- (Notenskala)

Investmentanalyse vom 16.08.2013

Super Web Fund 2.0

Das Angebot eröffnet dem Privatanleger den Weg zur Beteiligung an aufstrebenden Unternehmen des Internet-Gesundheitsmarktes. Dabei steht dem Fonds zum einen ein sehr erfolgreiches Netzwerk zur Seite; zum anderen handelt es sich um ein Co-Investment mit zumeist institutionellen Investoren. Grundsätzlich ein interessanter Fonds, der sich vor allem an erfahrene Investoren richtet.

Der Initiator

Die Super Web Fund Emissionshaus GmbH, Berlin, wurde 2012 gegründet, der vorliegende Fonds ist das erste Angebot dieses Hauses.

Gründer des Emissionshauses sind Sven Donhuysen und Michael Bauer. Donhuysen ist als sogenannter „Serien-Entrepreneur“ sehr erfahren im Investieren in aufstrebende Jungunternehmen. Eine direkte Leistungsbilanz gibt es nicht. Michael Bauer fungiert als Geschäftsführer des Emissionshauses und ist seit rund 10 Jahren in der Fondsbranche tätig. Mit einem verantworteten Emissionsvolumen von über EUR 1 Mrd. gilt er als versierter Fachmann. Zum Zeitpunkt der Analyse, wenige Wochen nach Vertriebsstart, wurde das Mindestkapital von EUR 625.000 bereits eingeworben.

Auf Fragen im Rahmen der Analyse reagierte der Initiator umgehend.

Schwächen – Noch keine Leistungsbilanz möglich.

Stärken – Anbieterin hat ab Plazierungsbeginn eine breite Marktdurchdringung erreicht.

Der Markt

Internetfirmen zeichnen sich durch eine im weltweiten Vergleich mit anderen Branchen besonders hohe Innovationskraft aus, verfügen aber andererseits über relativ wenig Venture Capital. Aufgrund dieser Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage können VC-Investoren Beteiligungen an derartigen Wachstumsunternehmen im Verhältnis günstig erwerben.

Der Fonds wird in Firmen investieren, die sich auf den Zukunftsmarkt „virtuelle Gesundheitsvorsorge“ (auf Englisch „online healthcare“) spezialisieren. Hier sind nachweislich enorme Wachstumspotentiale realisierbar: Man nehme die Alterung der westlichen Länder und paare sie mit der grassierenden Gewöhnung an die permanente Internetnutzung für Alltagsprobleme; koppelt man diese Mischung mit den Möglichkeiten der Applikationen von modernen Mobiltelefonen, dann ergibt sich ein Marktpotential, das bereits heute bei USD 7,3 Bio. liegt, Tendenz explosionsartig steigend [1]. Morten Sondergaard (siehe Die Expertise) hat alleine mit einer abgeschlossenen Investition bei einem Erlös von USD 40 Mio. gezeigt, wie lukrativ ein derartiges Investment sein kann.

Direktinvestments können ausgesprochen rentabel sein, vorausgesetzt, das Fondsmanagement versteht sein Handwerk und hat Zugang zu einem sehr guten Netzwerk. Generell gilt zweifelsohne, daß auch der Gesundheitsmarkt im Internet ein grenzenloses wirtschaftliches Wachstumspotential hat. Derartige Firmen bewegen sich jedoch auf einer sehr volatilen Bühne: Was heute en vogue ist, kann morgen bereits wirtschaftlich unrentabel sein, Gesundheitstrends ändern sich schnell. Daher ist es aus Investorensicht wichtig, neben der klassischen Evaluation möglicher Zielunternehmen auch den Markt zu verstehen. Erfolgreiche Unternehmenskonzepte sind nirgends so schnell kopierbar wie im Internetbereich. Daher dürfte die Haltedauer von Beteiligungen an diesen Firmen nur entsprechend kurz sein. Auch müssen Netzwerke, die den Zugang zu entsprechenden Zielunternehmen ermöglichen, entsprechend gepflegt werden. Der Fonds investiert ausschließlich in Wachstumsphasen, bei denen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ein entsprechender Gewinnsprung möglich sein sollte.

Schwächen – Die Auswahl attraktiver Zielunternehmen erfordert sehr hohes Fachwissen auf mehreren Ebenen. Das Marktumfeld ist hochvolatil und erfordert sehr schnelle Reaktionszeiten.

Stärken – Marktumfeld bietet aktuell ein sehr attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis.

Die Expertise

Der weltweit tätige dänische Internet-Entrepreneur Morten Sondergaard [2] ist seit 1995 als Gründer und Finanzier zahlreicher Firmen aktiv. Für den Fonds agiert Sondergaard als externer Berater bei der Auswahl attraktiver Zielinvestments. Sondergaard zählt international zu den erfolgreichsten Marktteilnehmern. Aktuell werden über 100 Internet-Unternehmen als Zielinvestments begleitet. Sondergaard verfügt über eine langjährige und umfangreiche Leistungsbilanz, die unterschiedlichste Zielunternehmen über sämtliche mögliche Reifegrade und Exitstrategien abdeckt. Aufgrund der langjährigen Marktzugehörigkeit als erfolgreicher Investor kann Sondergaard auf viele hochkarätige Netzwerke zugreifen, die Co-Investitionen ermöglichen und lukrative Zielunternehmen ausfindig zu machen helfen. Bei jedem Zielunternehmen investiert Sondergaard eigenes Geld und überzeugt institutionelle Co-Investoren zu einer Beteiligung. Der Fonds tritt somit als Co-Investor neben institutionellen Investoren auf. Zum Zeitpunkt der Prospektauflage war bereits ein entsprechendes Portefeuille an potentiellen Zielunternehmen evaluiert.

Schwächen – Fonds geht durch die exklusive Ausrichtung auf die VC-Unternehmer Donhuysen und Sondergaard ein Schlüsselpersonenrisiko ein. Das bestehende Zielportefeuille minimiert dieses Risiko ein wenig.

Stärken – International sehr angesehene Investmentpartner mit umfangreicher und langjährig positiver Leistungsbilanz.

Das Konzept

Der Fonds betätigt sich als Co-Investor global in Unternehmen, die im virtuellen Gesundheits(vorsorge)markt agieren. Als Berater und zusätzlicher Investitionsgeber fungiert Morten Sondergaard, parallel zum Fondskapital sollen auch erfahrene Co-Investoren Beteiligungen zeichnen. Damit ergibt sich für den Fonds eine hohe Gesamtanlagesicherheit, gepaart mit einer breiten Risikodiversifikation. Dies geht gleichzeitig zu Lasten der Konzeption, da diese auch den Belangen internationaler Großinvestoren Rechnung tragen muß. So wird ein Großteil des institutionellen VC-Geschäfts üblicherweise über Malta abgewickelt.

Über die geplante Fondslaufzeit bis Ende 2019 soll für den Anleger eine Verdoppelung seines Investments möglich sein. Bereits 2016 beginnt die De-Investitionsphase, hier soll der Anleger 100 % seiner Einlage zurückerhalten. Damit plant der Fonds einen außergewöhnlich frühen Gesamtrückfluß der Nettoinvestitionen. Darüber hinausgehende Erträge werden hälftig aufgeteilt. Die einmaligen Weichkosten liegen mit rund 19,17 % (incl. Agio) im üblichen Rahmen. Die substanzbildende Investitionsquote ist mit 76,19 % (incl. Agio) relativ niedrig, aber vor dem ausgewogenen Chancen-Risiko-Profil angemessen. Die Anleger haben keine Entscheidungsmöglichkeit bei der Auswahl der Zielinvestments, ebenso besteht keinerlei Einfluß- oder Kontrollmöglichkeit gegenüber der Zielgesellschaft. Damit eignet sich der Fonds vor allem für erfahrene Anleger, die den handelnden Personen vertrauen.

Schwäche: Neuer Anbieter ohne Historie im Fondsgeschäft, dessen Geschäftsführer allerdings eine entsprechende Expertise in der Konzeption und im Vertrieb vorweisen kann.

Stärken – Sehr gutes Marktumfeld. Ausgeprägtes Mehreinnahmepotential. Im Fondsgeschäft langjährig etablierte Geschäftsführung im Emissionshaus. Namhafter externer Berater. Co-Investment-Struktur sorgt für hohe Gesamtanlagesicherheit.

Die Zielgruppe

Mit dem vorliegenden Fonds wird ein Konzept umgesetzt, das der ursprünglichen Idee einer klassischen unternehmerischen Beteiligung entspricht. Die Mindestzeichnungssumme von EUR 15.000 sollte für risikoadäquate Anleger sorgen. Der Zielmarkt wächst rasant, weist gleichzeitig volatile Trendbewegungen auf. Für den Anleger stellt er grundsätzlich eine Unbekannte dar, hier muß er voll und ganz auf die Verantwortlichen vertrauen. Investitionen im VC-Bereich sind per definitionem risikoreich. Der Initiator bemüht sich, durch externe etablierte Marktteilnehmer diese Risiken einzugrenzen. Das Angebot kann für erfahrene Anleger zum Ergänzen ihres Portefeuilles in Betracht kommen.

Summa summarum

halte ich das Angebot „Super Web Fund 2.0“ der Super Web Fund Emissionshaus GmbH, Berlin, für sehr interessant. Der Zielmarkt ist vorhanden, die Partner sind außergewöhnlich. Dennoch ist der Investitionsmarkt – so lukrativ er erscheint – ein Spezialbereich, dessen Erschließung Vertrauen in die handelnden Personen abverlangt. In meinen Augen hat das Angebot eine Bewertung mit „sehr gut“ (1-) verdient.

[1] Diese und alle weiteren Quellenangaben finden Sie auf www.werteanalysen.de. Geben Sie dazu im Suchfeld #499 ein.

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