Zahlen und Fakten

Initiator: ThomasLloyd Group plc, London

Fonds 1:

Fonds 2:

Investitionsobjekte: typisch stille Beteiligungen an der Cleantech Projektgesellschaft mbH, Frankfurt

Anlagefokus: Unternehmen im Bereich Energieerzeugung, -speicherung, -Infrastruktur und -Effizienz

Steuerliche Einordnung: Einkünfte aus Vermögensverwaltung, Abgeltungsteuer

Laufzeit: erstmalige Kündigung durch Anleger zum 31.12.2032erstmalige Kündigung durch Anleger zum 31.12.2018

Mindestbeteiligung: EUR 25.000 zzgl. bis zu 7,5 % Agio EUR 4.200 zzgl. bis zu 7,5 % Agio, ratierlich mit mindestens EUR 50/Monat

Kommanditkapital: EUR 50 Mio. zzgl. bis zu 7,5 % AgioEUR 100 Mio. zzgl. bis zu 7,5 % Agio

Plazierungsende: bis zum 31.12.2012, maximale Verlängerung um bis zu 24 Monatebis zum 31.12.2013, maximale Verlängerung um bis zu 24 Monate

Fremdfinanzierung: nein, nicht auf Fondsebene

Ausschüttungen:

: Ausschüttungen erfolgen monatlich nachträglich in Höhe von anteilig bis 18 % p. a. ab dem ersten vollen Beteiligungsmonat. Ausschüttungen erfolgen monatlich nachträglich in Höhe von anteilig bis 18 % p. a., wenn und soweit der Anleger seinen Zeichnungsbetrag vollständig eingezahlt hat und bereits fünf Jahre Gesellschafter ist.

Eigenkapitalrendite: prognostiziert 18 % bis 25 % p. a.

Gewinnbeteiligung Initiator: 20 % der Gewinne, die die Hurdle Rate (Mindestrendite für den Anleger vor Gewinnbeteiligung Initiator) in Höhe von 18 % p. a. übersteigen.

Weichkosten: 10,9 % zzgl. bis zu 7,5 % Agio12,3% zzgl. bis zu 7,5% Agio

Investitionsquote (incl. Liquiditätsreserve): 89,1 % zzgl. bis zu 7,5 % Agio 87,7 % zzgl. bis zu 7,5 % Agio

Liquiditätsreserve: EUR 2.527.645 EUR 1.884.260 (bei Vollplatzierung Ende 2013)

Treuhandkommanditistin: Cleantech Treuvermögen GmbH, Frankfurt

Mittelverwendungskontrolle: nein (auf Fondsebene), ja (auf Projektebene)

Vorauswahl der Zielprojekte: Cleantech Projektgesellschaft mbH, Frankfurt

Alleinstellungsmerkmale: Sehr hohe Gewinnschwelle für Initiatorbeteiligung. Initiator ist Teil eines international aufgestellten Konzerns mit umfangreicher Erfahrung im Zielmarkt. Erste Zielinvestments sind bereits getätigt. Überzeugendes Anlagekonzept für erfahrene Investoren.

Bewertung: 1+ (Notenskala)

Investmentanalyse vom 15.12.2011

Cleantech Infrastrukturgesellschaft und Zweite Cleantech Infrastrukturgesellschaft

ThomasLloyd bietet parallel zwei Publikumsfonds an, die gemeinsam mit führenden institutionellen Investoren weltweit direkt investieren in die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von unterschiedlichen Kraftwerken mit erneuerbaren Energien (Co-Investor-Strategie). Die Anbieterin kann umfangreiche Erfahrung im Zielmarkt vorweisen. Zudem verfügt das Unternehmen weltweit über ein exzellentes Netzwerk.

Der Initiator

Die ThomasLloyd Group, London, ist ein führendes, global aktives Investment-Banking- und Investment-Management-Unternehmen. Es ist ausschließlich auf den Bereich der erneuerbaren Energien und den Sektor der sauberen Technologien (englisch: clean technologies) spezialisiert.

Kunden sind Projektentwickler, Unternehmen und institutionelle Investoren (private und öffentliche Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter, Stiftungen und Fonds) weltweit sowie Privatkunden in Deutschland und Österreich.

Die ThomasLloyd Group ist weltweit das einzige Unternehmen, dessen Leistungsspektrum Dienstleistungen und Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Marktes der sauberen Technologien umfaßt. Hierzu zählen unter anderem die Beratung und die Projekt- und Unternehmensfinanzierung von Projektentwicklern, Technologiefirmen und Herstellern sowie die Vermögensverwaltung für institutionelle und private Investoren.

Das Management von ThomasLloyd verfügt über langjährige internationale Erfahrung in leitenden Positionen bei renommierten Geschäfts- und Investmentbanken, führenden Unternehmen im Bereich Ingenieurswesen, Bau- und Projektmanagement sowie einigen der weltgrößten Öl- und Energiekonzerne.

Die ThomasLloyd Group, 2003 von T. U. Michael Sieg gegründet, beschäftigt weltweit an 13 Standorten (in 12 Ländern auf 4 Kontinenten) insgesamt 110 Mitarbeiter. Ende 2010 betrug das Eigenkapital der Gruppe EUR 83 Mio., das verwaltete Vermögen lag bei USD 2,4 Mrd. Ende 2010 betreute ThomasLloyd insgesamt über 24.000 Kunden [1].

Sämtliche Unternehmen und Geschäfte der ThomasLloyd Group werden weltweit von den zuständigen Aufsichtsbehörden überwacht. ThomasLloyd Capital LLC, Berater der Cleantech Projektgesellschaft mbH, ist als registrierter Broker-Dealer von der US-Börsenaufsicht (SEC) zugelassen, Mitglied der FINRA (Finanzmarkt-Regulierungsbehörde) und SIPC (Einlagensicherungs-Einrichtung).

Die ThomasLloyd Group ist aufgeteilt in zwei Geschäftsfelder, das Investment Banking und das Investment Management. Sämtliche Arbeitsgruppen im Unternehmen arbeiten geschäftsfeldübergreifend. Durch die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen sollen für die Kunden maximale Synergieeffekte erreicht werden. Jedes Geschäftsfeld wird von einem Vorstandsmitglied geführt.

Anthony Coveney verantwortet den Bereich Investment Banking, Klaus-Peter Kirschbaum ist verantwortlich für das Investment Management.

Nach meiner Beobachtung wird das Unternehmenstempo vor allem vom Unternehmensgründer Michael Sieg vorgegeben. Ein mögliches Schlüsselpersonenrisiko wird durch entsprechende Funktions- und Kompetenzteilung minimiert.

ThomasLloyd plant, mittelfristig europaweit ein eigenes Netz von Bankrepräsentanzen auf- und die Kooperation mit externen Vertriebspartnern auszubauen.

Auf Fragen im Rahmen der Analyse antwortete der Initiator innerhalb weniger Tage und inhaltlich umfassend.

Stärken – Im Zielsegment sehr erfahrenes Management. International sehr gut vernetzter Konzern, der die gesamte Wertschöpfungskette möglicher Zielprojekte mit eigener Expertise abdecken kann.

Der Markt

Speziell der Markt der sauberen Technologien ist ein Eldorado für geschickte Investoren: Weltweit betrachtet, stehen die unterschiedlichen Zielmärkte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und setzen teils auch unterschiedliche Schwerpunkte bei der Ausrichtung der aktuellen und künftigen Energiepolitik. Geographische Unterschiede, wie stark unterschiedliche Grade an Sonneneinstrahlung, zur Verfügung stehende Bodenflächen und Infrastruktur, ermöglichen unterschiedliche Qualitätsgrade bei Projektentwicklungen. Dazu kommen unterschiedliche politische Rahmenbedingungen, die Einfluß auf Subventionen und die möglichen gewünschten Techniken im jeweiligen Zielmarkt haben.

Der Begriff „saubere Technologien“ ist ein ausgesprochen weit gefaßter Begriff, der sich durch den gesamten Markt zieht. Grundsätzlich kann alles, was im weiteren Sinne natürliche Ressourcen schont, bereits zu diesem Markt zählen. Der Markt an sich ist nicht neu, bedenkt man, daß beispielsweise Solarmodule eine mehr als 35-jährige Historie haben [2]. Aufgrund des expotentiellen Marktwachstums der letzten Jahre sind viele Teilnehmer auf den Markt gedrängt, die teilweise keine gewachsene Historie besitzen. Diese konkurrieren mit etablierten Marktteilnehmern. Gleiches gilt für die Finanzierungsebene: Auch hier stehen etablierte Institute mit einer Vielzahl von abgewickelten Projekten neben Dienstleistern, die keine langjährige Erfahrung vorweisen können. Für Investoren gilt hier, sich die Fachpartner sehr genau anzusehen. ThomasLloyd vereint im Haus und auf Ebene der angebundenen Partner etabliertes Fachpersonal mit aussagekräftigen Leistungsnachweisen.

Das Marktpotential ist gigantisch und liegt, weltweit betrachtet, im mehrstelligen Billionen-USD-Bereich [3].

Angesichts der Vielzahl an forschenden Unternehmen im weltweiten Markt ist davon auszugehen, daß in den nächsten Jahren eine Vielzahl neuartiger Techniken (und auch Energiequellen) entdeckt und nutzbar gemacht werden. Für den Investor liegt hier die Gefahr, daß Kapital, das in dann bereits wieder überholten Projekten langfristig steckt, eventuell deutlich an Wert verlieren könnte. Die Innovationskraft ist aktuell sehr groß, ebenso die Innovationsgeschwindigkeit. Für Privatanleger ist das Investitionsumfeld vor diesem Hintergrund schwierig einzuschätzen. So fährt Großbritannien aktuell die Förderung zukünftiger Solarprojekte komplett zurück [4] und Kanada kündigt laut vielfachen Meldungen das Kyoto-Protokoll auf [5]. Diese Beispiele zeigen, daß mittelfristig nur noch Technologien eine Marktchance haben, die zu wettbewerbsfähigen Preisen Energie erzeugen und ohne staatliche Fördermaßnahmen auskommen.

Inwieweit solche grundsätzlichen gesetzlichen Änderungen speziell in einer Übergangsphase die Investitionen von Anlegern in den Bereich alternativer Energien unattraktiv werden lassen, bleibt abzuwarten.

Dieses Risiko volatiler Märkte läßt sich für Unternehmen wie ThomasLloyd durch sehr kurze Projektbindungen minimieren. Zudem wählt ThomasLloyd die Zielmärkte nach eigener Aussage entsprechend sorgfältig aus und hat als professioneller Investor in der Regel einen Informationsvorsprung vor der (deutschen) Öffentlichkeit.

Infrastruktur ist weltweit eines der wichtigsten Investitionsthemen. In den Entwicklungsländern sind Dinge wie das Etablieren einer stabilen Stromversorgung und das Erreichen einer verbesserten Lebensqualität durch einen schonenden Umgang mit der Umwelt alltägliche Herausforderungen. Wobei diese Herausforderungen zunehmend auch in Europa auftreten [6]. Auftragnehmer für derartige Investments sind in aller Regel der jeweilige Staat oder lokale Regierungen. Sind die Regierungen politisch stabil und planen in einem wirtschaftlich sinnvollen Rahmen, bewegt sich der Investor in einem sehr gut planbaren Umfeld. Ist die (neue) Technik, in die der Anleger investiert, auch noch zuverlässig, kann ein sehr gutes Chancen-Risiko-Verhältnis entstehen.

Da die Mehrheit der Marktteilnehmer noch nicht über eine umfassende Erfahrung in diesem sehr volatilen Markt verfügt, ist es aus Investorensicht essentiell, Partner zu wählen, die sinnvolle Prüfkriterien anlegen und auch eigenes Kapital in nennenswerter Höhe investieren. Mittelfristig liegt für Investoren die größte Herausforderung darin, effiziente Techniken zu finden, die eine reelle Chance haben, sich kommerziell durchzusetzen. Hierfür sind neben einer überzeugenden Technik vor allem auch ein sehr gutes Netzwerk und eine funktionierende Lobby-Arbeit wesentlich. Daß ThomasLloyd diese Klaviatur sehr gut beherrscht, wird anhand des Joint-ventures mit Bronzeoak Philippines Inc. (BPH) offenkundig. Die Gründer dieses Unternehmens haben durch sehr gute Kontakte auf Regierungsebene Einfluß auf die Umweltpolitik der Philippinen, mithin auf das Marktumfeld, in dem sich ThomasLloyd zusammen mit BPH bewegt.

Schwächen – Marktumfeld ist sehr volatil, die politischen Rahmenbedingungen können sich sprungartig ändern. Hohe Innovationskraft und -geschwindigkeit verringern die zuverlässige Planbarkeit des Marktumfeldes.

Stärken – Sehr spannendes Investitionsumfeld mit sehr hohen Renditechancen bei verhältnismäßig geringem Risiko bei geeigneten Projekten.

Die Investitionsparameter

Die Investitionsvorgaben sind notwendigerweise sehr allgemein gehalten. Dies wird dem sehr jungen und dynamischen Markt und der langfristig orientierten geplanten Fondslaufzeit geschuldet. ThomasLloyd paßt die Investitionsstrategie den Marktveränderungen an. Aktuell soll nur in Länder investiert werden, die über einen offenen Energiemarkt verfügen, einen entwickelten Finanzmarkt haben, ein durchsetzbares Rechtssystem vorweisen können, ein planbares politisches Risiko aufweisen, attraktive Margen zwischen Produktionskosten und Verkaufspreisen ermöglichen, erneuerbare Energien finanziell fördern und derart erzeugten Strom vorrangig in das Stromnetz einspeisen.

Geografisch gesehen können die Projekte weltweit lokalisiert sein.

Die Fonds werden grundsätzlich nur in technisch ausgereifte und kommerziell nutzbare Technologien investieren. Die Zielinvestments stellen in keinem Fall einen passiven Buchungsposten dar, sondern werden im Gegenteil aktiv verwaltet. Jedes Projekt im Bereich erneuerbarer Energien durchläuft 3 Phasen während seiner Lebensdauer, die für Investoren unterschiedliche Rendite- und Risikoprofile aufweisen. Der Fonds soll nur zu den interessantesten Zeitpunkten der Wertschöpfungskette in der späten Entwicklungs- und / oder Konstruktionsphase investieren. Damit unterscheidet sich die ThomasLloyd-Strategie von der anderer Investoren, da deren Modelle in der Regel nur darauf abzielen, eine Anlage langfristig zu betreiben.

20 % des Kapitals sollen für die Finanzierung der Endphasen bei Projektentwicklungen verwendet werden. Hierbei beträgt die Anlagedauer im Schnitt 6 bis 12 Monate. Die Renditeerwartung liegt bei 30 bis 35 % p. a.

80 % des Kapitals sollen für die Finanzierung der Bau- und Erstbetriebsphase verwendet werden. Hierbei beträgt die Haltedauer 4 bis 7 Jahre, die erwartete Rendite liegt bei 20 bis 25 % p. a.

Durch einen Fremdfinanzierungshebel auf Projektebene und die Co-Investorstruktur kann über die Fonds (voll plaziert, bei 20 Jahren Laufzeit) ein Gesamtprojektvolumen von über USD 3 Mrd. realisiert werden.

Generell sollen bei den Zielinvestments als Co-Investoren strategische Partner (z. B. lokale Landbesitzer und technische Lieferanten) eingebunden werden.

Stärken – Investitionsvorgaben sorgen für eine hohe Planungssicherheit.

Die Expertise

ThomasLloyd nimmt für sich in Anspruch, im Zielmarkt der erneuerbaren Energien und der sauberen Technologien erfahren und sehr gut vernetzt zu sein. Betrachtet man die bisher realisierten Projekte und die Kunden- bzw. Investorenliste des Unternehmens, wird dieser Anspruch untermauert. So wurden beispielsweise folgende Projekt umgesetzt:

In Sault Ste. Marie, Ontario / Kanada, wurde zusammen mit einem der weltweit bedeutendsten Investoren im Bereich erneuerbare Energien, der Starwood-Energy-Group, eine der größten Photovoltaikanlagen in Nord-Amerika realisiert, mit einer Leistung von 60 MW und einem Investitionsvolumen von 300 Millionen US Dollar. Die Anlage versorgt 72.000 Personen mit Strom. Finanziert wurde das Projekt von der KfW IPEX-Bank und der NordLB. ThomasLloyd war bei dem Projekt als Berater bis zum Abschluß der Komplettfinanzierung und dem anschließenden Baubeginn engagiert.

In San Carlos, Negros / Philippinen, wurde das Projekt San Carlos Bioenergy als exklusiver Finanzberater und Co-Investor begleitet. Hierbei handelt es sich um das erste Kombikraftwerk für die Erzeugung von 8 MW regenerativen Stroms und 42 Mio. Liter Bioethanol p. a. auf Zuckerrohrbasis in Asien. Das Projektvolumen lag hier bei USD 85 Mio. Weitere Investoren und Kreditgeber waren FE Clean Energy Group, ein führender US-Private-Equity-Investor im Bereich Cleantech, die staatliche Entwicklungsgesellschaft der Philippinen, die NDC, sowie einige der größten Banken der Philippinen. Hierzu gehören DBP, BDO, Chinabank und Landbank.

Anhand des von ThomasLloyd mitinitiierten und -finanzierten sowie mehrere Jahre als exklusiver Finanzberater betreuten Elektrosportwagenherstellers Fisker Automotive in Kalifornien läßt sich die Bandbreite des Marktes für saubere Technologien und des Leistungsspektrums von ThomasLloyd erkennen. Das Investitionsvolumen lag hier bei über USD 850 Mio. Zu den Co-Investoren von ThomasLloyd gehören namhafte Branchengrößen wie Kleiner Perkins Caufield & Byers, Palo Alto Investors, die Qatar Investment Authority (Staatsfonds des Emirats Katar), A123 Systems, ACE und das US Department of Energy (Energieministerium).

Die Spezialisten von ThomasLloyd beraten weltweit seit über 35 Jahren Regierungen, Unternehmen, Projektentwickler und institutionelle Investoren im Energiesektor. Dies macht ThomasLloyd zu einem der weltweit erfahrensten Beratungsunternehmen in diesem Sektor. Die Expertise bei den einzelnen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen ist exzellent. Die weltweite Erfahrung in allen möglichen Arten von Finanzierungen ist sehr umfangreich.

Die grundsätzliche Strategie von Thomas Lloyd liegt darin, diverse Joint-ventures mit erfahrenen und auf die jeweilige Region und die eingesetzte Technologie spezialisierten Projektentwicklern einzugehen. ThomasLloyd fungiert dabei, basierend auf einem Joint-Development-Agreement, als Co-Projektentwickler. Beide Parteien bringen Know-how, Kapital und Projekte in die Partnerschaft ein.

Dies läßt sich gut am Beispiel Bronzeoak aufzeigen: Innerhalb der ThomasLloyd Group ist BPH im Rahmen eines gemeinsamen Joint-ventures als exklusiver Projektentwickler für Bioenergieprojekte in der Region Asien / Pazifik zuständig. BPH ist einer der führenden Projektentwickler im Bereich erneuerbarer Energien in Asien und Marktführer im Bereich Bioenergie auf den Philippinen. BPH hat sich im Bioenergiesektor insbesondere auf die Projektentwicklung, das Projektmanagement und den Betrieb von auf Zuckerrohr basierenden Biomassekraftwerken zur Stromerzeugung spezialisiert sowie auf integrierte Bioethanol-Destillerien, die u. a. Zuckermühlen und Anlagen zur Stromerzeugung beinhalten. Das Unternehmen deckt über seine Spezialisten, zu denen u. a. Ingenieure und Chemiker verschiedenster technischer und wirtschaftlicher Ausrichtungen gehören, für die o. g. Bereiche die gesamte Projektbandbreite inkl. Entwicklung von und Versorgung mit Biomassetreibstoffen, Brennstofflogistik und -lagerung, Industrieanlagen und Infrastrukturlösungen sowie die rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Aspekte ab. Durch seine Gesellschafter kann BPH auf ein über Jahrzehnte gewachsenes, weltweites, einzigartiges Netzwerk in der Zuckerindustrie zurückgreifen. Dies beinhaltet die Bereiche Wissenschaft, Technologie, Lobbyverbände, Wirtschaft und Politik. Alle Projekte von BPH werden nach den Nachhaltigkeits- und Umweltstandards der Weltbank entwickelt. Die Bedeutung regionaler Joint-ventures für ThomasLloyd in Bezug auf die Sicherung langfristiger Projekt- und Transaktionspotentiale läßt sich daran ersehen, daß vom aktuellen Gesamtprojektvolumen in Höhe von USD 887,24 Mio. rund USD 660 Mio. allein über ein Joint-venture akquiriert wurden. Co-Entwickler bei diesen Projekten ist BPH.

ThomasLloyd ist Teil eines der weltweit größten Investorennetzwerke und steht mit nahezu allen wichtigen internationalen Schlüsselinvestoren in regelmäßigem Kontakt.

ThomasLloyd hat in den verschiedenen Bereichen folgende Leistungen erbracht: Bis dato wurden im Bereich saubere Technologien / erneuerbare Energien 7 verschiedene Projekte mit einem Gesamtvolumen von USD 1,2 Mrd. realisiert. Von den verwalteten USD 2,4 Mrd. sind 5 % im Zielsegment investiert.

Stärken – ThomasLloyd kann einen umfangreichen Leistungsnachweis für die verschiedenen Arbeitsbereiche im Zielmarkt nachweisen. Der weltweite Marktzugang und die Expertise im Haus sind überdurchschnittlich.

Die Investitionen

Fonds 1 (Cleantech Infrastrukturgesellschaft GmbH & Co. KG) wurde zu Beginn des Jahres 2011 aufgelegt und ist seit April 2011 in der Plazierung. Bis dato wurden rund EUR 15 Mio. Eigenkapital bei deutschen Investoren plaziert. Mit diesen Geldern konnten bereits die ersten Investitionen getätigt werden. Laut Quartalsbericht vom 30.09.2011 hat die Cleantech Projektgesellschaft rund USD 20,5 Mio. (entspricht rund EUR 15,329 Mio. [7], damit rund 36 % des geplanten Investitionsvolumens) in Projekte mit einem Gesamtvolumen von USD 887,24 Mio. investiert. An deren Qualität läßt sich gut ablesen, inwieweit die Investitionskriterien tatsächlich (über)erfüllt werden: Das Kapital wurde in 6 Projekte investiert, zu rund 25 % in Photovoltaikanlagen in den USA, die restlichen 75 % in Biomassekraftwerke (auf den Philippinen) und eine Bioethanol-Raffinerie (Hawaii / USA).

Dabei fußen sämtliche Projekte auf einem ausgesprochen starken politischen Willen, alternative Energien zu fördern, um Abhängigkeiten von Energieimporten zu minimieren. Im Falle der USA soll der aktuelle Plan der Regierung, Photovoltaik überproportional zu fördern, für sehr hohe Projektrenditen sorgen.

Die sehr hohen Projektrenditen sind erreichbar durch die kurze Kapitalbindung – ThomasLloyd fungiert in jedem Fall (zusammen mit anderen Investoren) als Financier im Projektentwicklungs- und Bauabschnitt. Nach Fertigstellung der jeweiligen Anlage wird das Investitionskapital wieder freigesetzt, die Kapitalbindungsdauer soll bei durchschnittlich rund 36 bis 60 Monaten liegen. Jedes der Einzelprojekte soll u. a. durch staatliche Förderungen und Fremdkapitalhebel deutlich über den vorgegebenen 22,5 % p. a. rentieren.

Stärken – Zielinvestments sind geographisch und technologisch diversifiziert. Sehr hohe Projektrenditen bei einer prognosekonformen Laufzeit.

Das Konzept

ThomasLloyd hat im Februar 2011 das Cleantech-Infrastruktur-Programm für deutsche Privatkunden, Vermögensverwalter und Stiftungen aufgelegt. Damit wird es dieser Anlegerklasse erstmalig ermöglicht, als Co-Investor zusammen mit führenden institutionellen Investoren in handverlesene Kraftwerksprojekte zu investieren. Durch ein aktiv betreutes, breit diversifiziertes Portefeuille an Kraftwerken mit unterschiedlichen Technologien an wirtschaftlich interessanten Standorten weltweit soll mittel- bis langfristig eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von 18 bis 25 % p. a. bei einem guten Risikoprofil erzeugt werden.

Das Fondsvermögen soll über eine Portefeuillegesellschaft, die Cleantech Projektgesellschaft mbH, in verschiedene Projekte (Unternehmen und Einzelprojekte) aus dem Sektor der sauberen Technologien / erneuerbaren Energien investiert werden. Da das Anlagekapital in Form typisch stiller Beteiligungen fließen wird, erzielt der Anleger für ihn steuerlich vorteilhafte Einkünfte aus Kapitalvermögen. Diese werden nur mit 26,375 % Kapitalertragssteuersatz incl. Solidaritätszuschlag besteuert.

Aufgrund der Struktur der typisch stillen Beteiligung haben die Fondsgesellschaften keinerlei Einfluß auf die Geschäftstätigkeit der Projektgesellschaft. Dies muß nicht negativ sein, da der Zielmarkt eine ausgesprochen große Expertise notwendig macht. ThomasLloyd kann diese für die möglichen und aktuellen Zielinvestments vorweisen. Die geplante Laufzeit für Fonds 1 liegt bei für Infrastrukturinvestments üblichen 20 Jahren. Fonds 2 (Zweite Cleantech Infrastrukturgesellschaft GmbH & Co. KG) ermöglicht eine kürzere Laufzeit ab 7 Jahren (bis zu 30 Jahre sind wählbar). Innerhalb dieser Zeitdauer sind mehrere Entwicklungszyklen im Zielmarkt möglich und zu erwarten. Die Gewinnschwelle, ab welcher der Anbieter am Mehrgewinn partizipieren wird, liegt bei außerordentlich hohen 18 % p. a. Diese Meßlatte zeigt das Marktpotential, das ThomasLloyd für sich selbst identifiziert hat. Aus heutiger Sicht scheint das Ziel realistisch, falls nicht eine grundsätzliche Kehrtwende auf politischer Ebene aller Zielmärkte erfolgt (siehe als Beispiel Atompläne der EU [8]). Sollten einzelne Projekte nicht umgesetzt werden können oder die prognostizierten Renditen nicht erwirtschaften, würde das Gesamtportefeuille nur über die Durchschnittsrendite infiziert werden. Die Weichkosten liegen bei guten 10,9 % (Fonds 1) bzw. 12,3 % (Fonds 2), jeweils zzgl. eines kundenspezifischen Agios zwischen 0 % und 7,5 %. Die Investitionsquote fällt mit rund 89,1 % (bzw. 87,7 %) (excl. Agio) vergleichsweise hoch aus. Während der Fondslaufzeit erfolgt keine Mittelverwendungskontrolle auf KG-Ebene. Die Kontrolle ist aufgrund der Konzernstruktur überflüssig: Da sämtliche Unternehmen des Konzerns WP-testierte Jahresabschlüsse vorlegen müssen, erfährt der Anleger zeitnah ex post, wie sich sein Kapital entwickelt hat. Tatsächlich ist Fonds 1 laut dem aktuellen Quartalsbericht bereits zu rund 36 % investiert in 6 Zielinvestments, die die Vorgaben in jedem Fall übererfüllen. Auf Projektebene erfolgen umfassende Erstmittelverwendungs- sowie laufende Mittelverwendungskontrollen, die umfassend und lückenlos sind. Thomas Lloyd besitzt bei jedem Projekt laufende Bucheinsichtsrechte.

Schwächen – Weltweites Marktumfeld ist ausgesprochen volatil.

Stärken – Sehr spannendes Marktumfeld. Anbieter ist exzellent vernetzt und verfügt über ein hohes Maß an Kompetenz im Unternehmen. Konzern ist professionell aufgestellt und untergliedert. Sehr hohe Gewinnschwelle für Initiatorbeteiligung. Vorbildliche Kostenstruktur auf Fondsebene. Nahezu keine laufenden Kosten während der Fondslaufzeit. Die Projektgesellschaft von Fonds 1 und Fonds 2 ist bereits an 6 Einzelinvestments beteiligt.

Die Zielgruppe

Saubere Technologien sprechen heute grundsätzlich jeden Investor an, dafür sorgen die aktuelle Medienberichterstattung und die politische Korrektheit westlicher Industrienationen. Die Mindestzeichnungssumme des Fonds 1 von heute vergleichsweise hohen EUR 25.000 wirkt als natürliche Selektion auf der Anlegerebene. ThomasLloyd bewegt sich in der gehobenen Anlegerklientel, auf diese ist Fonds 1, als reiner Einmalanlagenfonds, auch ausgerichtet. Dies halte ich auch für richtig. Laut ThomasLloyd liegt die durchschnittliche Zeichnungssumme bei den ersten EUR 15 Mio. bei EUR 31.782. Der Fonds ist sauber konzipiert, die Kostenstruktur sehr gut. Der Anleger hat über eine sehr lange Zeit faktisch keinerlei Einflußmöglichkeit auf die Zielinvestments. Während der Fondslaufzeit kann es durch grundlegende Änderungen der Marktparameter zu nachteiligen Entwicklungen für Einzelprojekte kommen. Ein Anleger sollte sich dessen vor Abschluß der Investition bewußt sein und verstehen, daß eine derartige Beteiligung an einem sich schnell verändernden Markt nur sehr schwer ex ante planbar ist. Dieses Risikobewußtsein ist wohl eher bei erfahrenen Investoren zu erwarten. Daher sehe ich die Zielgruppe, ähnlich wie ThomasLloyd selbst, auf Ebene der erfahrenen Investoren gelagert. Im Endeffekt handelt es sich bei den vorliegenden Angeboten um Infrastrukturfonds mit Direktbeteiligungen, bei welchen sich der Anbieter ein Maximum an Entscheidungsfreiheit vorbehält und in der Regel auch selbst als Co-Investor investiert.

Fonds 2 soll Ratenanlegern den Einstieg in die Thematik ermöglichen. Gleichzeitig soll der Fonds Einmalanlegern aus Fonds 1 zum Abrunden ihrer Finanzplanung dienen. Fonds 2 verfügt mit EUR 100 Mio. über das doppelte Emissionsvolumen von Fonds 1, da Ratenanlagen grundsätzlich einfacher plazierbar sind. Grundsätzlich gilt: Jeder Investor, ob Einmal- oder Ratenanleger, muß sich der Volatilität der verschiedenen Zielmärkte und der immensen Wandlungsgeschwindigkeit in der Cleantech-Branche bewußt sein. Nur dann läßt sich in den meiner Meinung nach weiter turbulenten kommenden Jahren ein kühler Kopf bewahren. Daher sind beide Fonds vor allem für erfahrene Anleger konzipiert, auch wenn Fonds 2 mit vergleichsweise niedrigen Mindestanlageraten gezeichnet werden kann.

Für beide Fonds gilt zum aktuellen Zeitpunkt: Da Fonds 1 durch die 36%ige Investition kein Blind-Pool mehr ist, kann dem geneigten Interessenten das Vertrauen in den Anbieter leichter fallen.

Der Vertrieb beider Fonds soll laut ThomasLloyd sowohl durch einen hauseigenen Spezialvertrieb mit bankähnlichem Charakter als auch durch qualifizierte externe Finanzdienstleister erfolgen.

Schwäche – Fonds 2 kann durch die sehr niedrige Sparrate ungeeignete Anleger ansprechen.

Stärken – Der eingeschränkte Blind-Pool-Charakter von Fonds 1 bezeugt die Qualität des Investmentansatzes. Hohe Mindestanlagesumme bei Fonds 1 sorgt für eine gehobene Klientel.

Summa summarum

halte ich die Fonds „Cleantech Infrastrukturgesellschaft und Zweite Cleantech Infrastrukturgesellschaft“ des Initiators ThomasLloyd, London, für hervorragend. Die Welt der alternativen Energien und sauberen Technologien ist im Wandel. Wer hier sinnvolle Konzepte von straff geführten Unternehmen identifizieren und noch die notwendige Lobby-Arbeit leisten kann, dem eröffnen sich außerordentliche Chancen. Das Marktumfeld ist dementsprechend spannend, den großen Chancen stehen entsprechende Risiken gegenüber. ThomasLloyd kann beweisen, daß zumindest bisher bereits sehr gute Arbeit geleistet wurde. In meinen Augen verdient der Fonds eine Bewertung mit „hervorragend“ (1+).

[1] Diese und alle weiteren Quellenangaben finden Sie auf www.werteanalysen.de. Geben Sie dazu im Suchfeld #463 ein.

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