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Zahlen und Fakten

Initiator: Macquarie Bank International Limited

Investitionsobjekte: mindestens 7 landwirtschaftliche Betriebe in Australien

Erzeugnisse: Mandelplantage (ca. 119 ha), Getreidefarmen (3 ×, insgesamt ca. 6.000 ha), Wein (ca. 4.200 ha) und Milchvieh (2 Betriebe)

Geplante Laufzeit: bis 31. 12. 2019, Zielinvestments sollen ab 2016 veräußert werden

Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000 oder AUD 20.000, jeweils zzgl. 5 % Agio

Gesamtkapital: AUD 98 Mio. bis maximal AUD 250 Mio., jeweils zzgl. 5 % Agio

Kommanditkapital: AUD 98 Mio. zzgl. 5 % Agio

Fremdkapital: nein, auf Fondsebene nicht

Geplante Ausschüttungen: durchschnittlich 7,5 % p. a., kumuliert 202 %

Prognostizierte Rendite: 8,9 % p. a. (IRR) nach allen Kosten, Gebühren und australischen Steuern, vor deutschen Steuern

Weichkosten: 11,9 % incl. Agio

Investitionsquote: 86 % incl. Agio

Liquiditätsreserve: AUD 198.000 auf Ebene Fondsgesellschaft

Asset Management: Macquarie Agricultural Services Pty Ltd.

Treuhandkommanditistin: Konzerntochter

Plazierungsgarantie: Macquarie Bank Ltd. für AUD 49 Mio. ab einem plazierten Volumen von AUD 50 Mio. (excl. Agio)

Alleinstellungsmerkmale: Direktinvestition in australische Agrarbetriebe. Sehr hohe Eigenkompetenz von Anbieterseite. Exzellentes Chancen-Risiko-Profil.

Bewertung: 1 (Notenskala)

Investmentanalyse vom 30.07.2009

Macquarie 9: Agrar DirektInvest

Der Anbieter Macquarie nutzt seinen Heimvorteil und bietet dem Anleger eine Direktinvestition in australische Agrarbetriebe an. Dabei wird das Zielportefeuille breit diversifiziert, zur Risikoabsicherung werden sämtliche Register gezogen. Das Marktumfeld ist attraktiv, das Chancen-Risiko-Verhältnis macht den Fonds sehr empfehlenswert.

Der Initiator

Die Macquarie Financial Products Management Ltd, Sydney, 100%ige Tochter der Macquarie-Gruppe, ist Anbieterin des vorliegenden Fonds. Insgesamt hat sie bis dato 10 geschlossene Fonds mit einem Gesamteigenkapital von über EUR 1,4 Mrd. an 17.700 Anleger emittiert. Die Gruppe ist weltweiter Marktführer im Bereich Akquisition, Finanzierung und Management von Infrastrukturanlagen. Macquarie kann eine ausgesprochen vielseitige Expertise in der Auswahl und Betreuung unterschiedlichster Unternehmensarten vorweisen. Im für den Fonds relevanten Bereich Agrarwirtschaft beschäftigt Macquarie 150 Mitarbeiter. Die vorliegende Leistungsbilanz zeigt diese vielschichtige Erfahrung deutlich. Die im Rahmen der Analyse erfahrene Kommunikation war professionell, auf Fragen reagierte Macquarie innerhalb von 4 Tagen.

Stärken – Erfahrener Initiator, der durch weltweite Vernetzung außergewöhnliche Projekte realisieren kann.

Der Prospekt

Mit 192 relevanten Seiten ist der Prospekt ausgesprochen umfangreich. Die vielschichtigen Besonderheiten des Angebots sind nachvollziehbar und sehr umfassend erläutert. Die inhaltliche Aufbereitung ist angenehm und gut lesbar.

Der Markt

Die stetige weltweite Bevölkerungszunahme ist ein Allgemeinplatz. Laut Zukunftsforschern soll sich die Weltbevölkerung auf ein Maximum von rund 9 Mrd. einpendeln, bei dieser Größe sei ein Wachstumsende erreicht. Da die heutige Weltbevölkerung rund 7 Mrd. Menschen beträgt, ist eine zu erwartende steigende Nachfrage nach (Grund-)Nahrungsmitteln zwingend nachvollziehbar. Parallel dazu gehen jedes Jahr riesige Nutzflächen verloren durch Urbanisierung, Erosion, Verseuchung und andere Ursachen. Als weiteres knappes Gut der Zukunft wird Süßwasser in den kommenden Jahrzehnten immer wichtiger. Das Süßwasservorkommen ist weltweit ungleich verteilt: Während bspw. in Europa das Verhältnis Bevölkerung / Süßwasser deutlich zu Ungunsten des Wassers ausfällt (8:13), ist in Australien - Standort der Fondsinvestments - das Verhältnis deutlich besser (5:<1). Das Marktumfeld für eine Investition in Agrarbetriebe ist sehr gut und wird immer attraktiver. Langfristig gesehen ist eine sorgfältige Auswahl der Standorte von zunehmender Bedeutung.

Stärken – Langfristig steigende Nachfrage sorgt für hohe Attraktivität bei Agrarinvestitionen.

Der Standort / Die Anlagestrategie

Australien bietet ein politisch und rechtlich sicheres Umfeld. Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur verfügt Australien über eine sehr professionelle Landwirtschaft: Im Vergleich zu Europa sind durch einen Konzentrationsprozeß in den letzten Jahren Großbetriebe entstanden, die dank einer Spezialisierung enorme Kostenvorteile erzielen können. In Australien steht für die Landwirtschaft auch bei einer Bevölkerungszunahme in den nächsten Jahrzehnten ausreichend Wasser zur Verfügung. Dieses wird durch Stauseen gesammelt und über Bewässerungssysteme bedarfsorientiert eingesetzt. Die für die Nutzung notwendigen Wasserrechte sind einzeln zu erwerben und können gehandelt werden. Australien exportiert einen Großteil der Erzeugnisse nach Asien, USA / Kanada und Großbritannien. Der Makrostandort Australien ist nicht zuletzt wegen der vergleichsweise dünnen Besiedlung des Landes außerhalb der Zentren ideal für landwirtschaftliche Betriebe. Der Fonds wird regional diversifiziert in mindestens 7 Betriebe investieren: Die beiden Milchbetriebe liegen in Victoria, im Süd-Osten des Kontinents. Die Mandelplantage liegt ebenfalls in (Nord-)Victoria. Die drei Getreidefarmen sollen im Westen (Nähe Perth) und Osten (New South Wa-les) Australiens erworben werden. Der Weinbaubetrieb liegt im südwestlichen Teil des Bundesstaates New South Wales in unmittelbarer Nähe des Flusses Murray. Von den 7 Zielinvestments sind bereits 3 durch Kaufoptionen vertraglich angebunden, die Kaufpreise sind laut Wertgutachten marktkonform. Sämtliche Betriebe sind seit Jahren etabliert (bis auf die Mandelplantage), damit liegen aussagekräftige Wirtschaftszahlen vor. Macquarie geht in jedem Fall von einer Ertragssteigerung der Einzelbetriebe aus. Die Anlagestrategie birgt aus Anlegersicht sehr große Risikopuffer: Die Getreidefarmen liegen in drei Regionen, damit wird das Risiko negativer Wetterbedingungen minimiert. Zudem sollen für Teile der Ernte Swap-Verträge abgeschlossen werden, die zusätzlich Preisrisiken reduzieren sollen. Die Milchbetriebe weisen durch ein mögliches Zusammenlegen der Milchproduktion Kostensparpotential auf, zudem können durch die höhere Milchmenge im Absatz bessere Erträge erzielt werden. Bei der Mandelplantage handelt es sich um eine Neuanlage in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer bereits durch die Macquarie-Gruppe verwalteten Mandelplantage. Damit sind Synergien möglich. Der Fonds strebt Ausschüttungen von 7,5 % p. a. durchschnittlich an. Hierbei sind die möglichen Wertsteigerungen der Einzelinvestments unberücksichtigt, die sich durch den Verkauf am Fondslaufzeitende ergeben können.

Stärken – Guter Standort, Zielportefeuille mit exzellentem Risiko-Profil.

Die Manager

Die Auswahl der Zielbetriebe, die Betreuung während der Fondslaufzeit und der Verkauf der einzelnen Investments obliegen einer Macquarie-Tochter, der Macquarie Alternative Assets Management Ltd. Das operative Tagesgeschäft wird von der Macquarie Agricultural Services Pty Ltd. übernommen. Beide Unternehmen können eine umfangreiche und langjährige Expertise in der Agrarwirtschaft vorweisen. Der Investment-Manager erhält neben einer laufenden Vergütung, die im Minderertragsfall des Fonds auch gekürzt wird, eine erfolgsabhängige Entlohnung. Die Gewinnschwelle für diese Entlohnung liegt bei einer Rendite von 9 % p. a. (IRR) für den Anleger (nach allen Kosten und Steuern in Australien). Die Leistungsmotivation für den Investment-Manager ist damit außerordentlich hoch. Ganz offensichtlich vertraut die Macquarie-Gruppe hier auf die vorliegende Expertise, für den Anleger wirkt dies stark vertrauensbildend.

Stärken – Die eingebundenen Partner sind im Zielmarkt erfahren, die Entlohnung ist leistungsfördernd.

Das Konzept

Der Fonds bietet eine Investition in den langfristig hochattraktiven Markt der Nahrungsmittel an. Der Initiator kehrt auf Heimatboden zurück und bringt seine profunde Erfahrung in australische Agrarbetriebe ein. Durch eine thematische und regionale Diversifikation fällt das Gesamtanlagerisiko sehr niedrig aus. Gleichzeitig hat der Initiator zahlreiche Sicherheitsmechanismen eingebaut. 3 der geplanten mindestens 7 Zielinvestments sind bereits durch Kaufoptionen vertraglich angebunden. Damit ist das Blind-Pool-Risiko deutlich eingeschränkt. Über eine Laufzeit bis Ende 2019 soll der Anleger Ausschüttungen von durchschnittlich 7,5 % p. a. erwarten können. Positiv fällt auf, daß bei einem Minderertrag die jährliche Entlohnung des Investment-Managers gekürzt werden kann, um die Jahres-Zielausschüttungen zu ermöglichen. Erst ab einer Gewinnschwelle von 9 % p. a. (IRR) verdient der Investment-Manager in nennenswertem Umfang. Die Weichkosten fallen mit 11,9 % (incl. Agio) niedrig aus. Das Konzept kommt auf Fondsebene ohne Fremdmittel aus. Auf Ebene der australischen LP können bis zu 25 % der Investitionskosten fremdfinanziert werden. Das Vertragswerk ist einwandfrei. Das Marktumfeld ist langfristig attraktiv. Mögliche systembedingte Risiken aus Agraranlagen werden so weit wie möglich minimiert. Insgesamt halte ich den Fonds für ausgesprochen attraktiv, durch das noch ungewöhnliche Anlagethema wird der Fonds zu einem Basis-Investment.

Stärken – Einzigartiges Fondsangebot mit einem sehr attraktiven Marktumfeld. Partner ist erfahren im Anlagesegment. Keine Fremdmittel auf Fondsebene. Exzellentes Chancen-Risiko-Profil. Leistungsorientierte Entlohnung des Investment-Managers.

Summa summarum

halte ich das Angebot „Macquarie 9: Agrar DirektInvest“ des Initiators Macquarie für ausgezeichnet. Die erlebte Kommunikation war professionell und schnell. Der Fonds weist ein exzellentes Chancen-Risiko-Profil auf. Die Gesamtanlagesicherheit fällt dank einer intelligenten Konzeption sehr hoch aus. Meiner Meinung nach verdient das Angebot eine Bewertung mit „ausgezeichnet“ (1).

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