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Zahlen und Fakten

Initiator: Euram Asset Management GmbH, Frankfurt

Investitionsobjekt: Genußrecht der Patentfonds S. à. r. 1., Handel mit Patenten bzw. Patentfamilien

Steuerliche Struktur: vermögensverwaltend, Einkünfte aus Kapitalvermögen

Geplante Laufzeit: 5 Jahre, erstmals Kündigung durch Anleger zum 30. 06. 2014

Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000, zzgl. 5 % Agio

Geplanter Wertzuwachs: prognostiziert 14,4 % p. a. (nach Steuern)

Kommanditkapital: geplant EUR 50 Mio. bis maximal EUR 75 Mio. zzgl. 5 % Agio

Mindestkapital: EUR 5 Mio.

Fremdkapital: nein

Weichkosten: 14,5 % incl. Agio, 1 % p. a. Geschäftsführung

Investitionsquote: 84,8 % incl. Agio

Liquiditätsreserve: EUR 317.000

Investment-Manager: Steinbeis-Gruppe

Treuhänder: Fremdfirma

Vertriebskoordinator: Vevis GmbH & Co. KG, Berlin

Plazierungsgarantie: nein

Alleinstellungsmerkmale: Entwicklung der Vorgängerfonds belegt Konzeptgüte. Externer Partner ist international vernetzt und etabliert. Hohe Sicherheitsreserven mit einem hohen Mehrertragspotential bei einem gleichzeitig sehr niedrigen Gesamtanlagerisiko.

Bewertung: 1+ (Notenskala)

Investmentanalyse vom 18.05.2009

Alpha Patentfonds 3 - Tranche 2009

Alpha Patentfonds bietet die nächste Tranche ihres bewährten Patenthandelsfonds an. Die Vorgängerfonds beweisen die hohe Konzeptqualität. Das Konzept ist konservativ gerechnet, durch den externen Partner Steinbeis und das attraktive Marktumfeld ist ein sehr gutes Sicherheits-Ertrags-Verhältnis gegeben.

Der Initiator

Die Alpha Patentfonds Management GmbH, Frankfurt, wurde im November 2005 gegründet. Alpha bietet das bekannte Anlagekonzept an, modifiziert nach der aktuellen Marktsituation. Die Mitte 2007 und Ende Dezember 2008 geschlossenen Vorgängerfonds belegen die hohe Konzeptqualität: Die gesamte Jahresplanung mit Zielvorgaben bezüglich Investitionsqualität und -quantität bleibt nach wie vor über Plan. Die eingebundenen Partner sind etabliert, die Konzeption weist ausreichende Sicherheitsreserven auf. Der Außenauftritt des Initiators ist professionell.

Stärken – Aus beiden Vorgängerfonds liegt ein exzellenter Leistungsnachweis vor.

Note für Außenauftritt – A.

Der Prospekt

Mit über 140 inhaltlich relevanten Seiten hat der Prospektumfang weiter zugenommen. Tatsächlich handelt es sich beim Prospekt quasi um ein wissenschaftliches Handbuch zum Thema Patenthandel. Trotz der inhaltlichen Tiefe ist die sprachliche Aufbereitung gelungen und auch für fachfremde Interessierte ansprechend.

Der Markt

2008 wurden in Deutschland über 62.000 Patente angemeldet. Weltweit ist die Tendenz stark steigend, da Unternehmen speziell in postindustriellen Nationen sich vermehrt auf immaterielle Werte konzentrieren - auf Patente. Ein Gesamtwert des möglichen Handelsvolumens läßt sich nicht darstellen. Tatsächlich nimmt sowohl die Anmeldung von Patenten, als auch die (internationale) Verwertung spürbar zu: Intellektuelles Eigentum wird immer mehr zum Wirtschaftsmotor schlechthin. Laut einer Studie aus dem Jahr 2007 sollen in Europa erst rund 15 % der Patente extern verwertet worden sein - das Marktpotential ist damit offensichtlich. Die Renditechancen für geübte Investoren bewegen sich im zweistelligen Bereich. Diese hohe Rendite, gepaart mit einem sehr überschaubaren Anlagerisiko, wird in erster Linie möglich durch den ausgesprochen internationalen Charakter des Marktes: Heute gelten Technologiestandards weltweit, Patentverletzungen können damit erfolgreich einklagt werden. Marken- und Patentschutzverletzungen werden vermehrt behördenseits aktiv verfolgt. Auch bisher als Produktpiraten bekannte Länder wie China passen sich immer stärker internationalen Gepflogenheiten an. Für Patentinhaber ergibt sich aus der Vermarktung eines Patentes unter anderem der Vorteil, daß durch den Verkauf der Nutzungsrechte Eigenkapital erwirtschaftet wird - in Zeiten restriktiver Finanzierung durch die Banken kann dies ausgesprochen positiv sein.

Schwächen – Patenthändler müssen über einen sehr guten Marktzugang verfügen.

Stärken – Der Markt ist grundsätzlich hochinteressant, das Chancen-Risiko-Verhältnis sehr gut.

Der Partner

Die Steinbeis-Stiftung wurde 1971 gegründet. Geschäftszweck ist der internationale Technologie- und Wirtschaftstransfer für Unternehmen aller Größen und Branchen. Die Geschäftsfelder sind Erstellung von Gutachten, Analysen und Expertisen; Beratung, insbesondere innovativer und mittelständischer Unternehmen, in nahezu allen Technik- und Managementbereichen; Aus- und Weiterbildung, u. a. über die eigene Steinbeis-Hochschule; Forschung und Entwicklung; internationaler Technologietransfer. Die Steinbeis-Gruppe expandiert stark: Aktuell beschäftigt sie über 5.000 Mitarbeiter (2007: 4.600). Beim vorliegenden Konzept soll der Partner über die einzelnen Arbeitsschritte verteilt EUR 33,75 Mio. als Entgelt erhalten. Die Gebühren für die einzelnen Arbeitsschritte fallen laut Fachaussage im Marktvergleich moderat aus. Eine vergleichbare Gesamtprüfung durch einen Patenanwalt kann bis zum Doppelten der Gebühren für Steinbeis kosten. Steinbeis wird neben dem Initiator und der Alpha Gasser Patentverwertungs KG (s. u.) nachrangig zu 25 % an den Gewinnrückflüssen der Anleger beteiligt.

Stärken – Der Steinbeis-Verbund zählt mit seinen 765 Unternehmen weltweit zu den führenden Netzwerken im Technologie- und Wissenstransfer.

Der Auswahlprozeß

Aus bis zu 75.000 Patenten werden 10.000 Patentinhaber aus den einzelnen Technologiebereichen ausgewählt. Durch die breite Diversifikation auf verschiedene Branchen wird ein mögliches Klumpenrisiko ausgehebelt. Im nächsten Schritt werden Patentfamilien mit möglichen Synergieeffekten gebildet. Über einen dezidierten Prüf- und Ausleseprozeß wird eine Zielmenge von bis zu 250 Patenten ausgefiltert. Der Patentinhaber erhält dabei eine attraktive Vergütung: Er bekommt eine Vorabvergütung, dazu werden Aufrechterhaltungsgebühren übernommen (insgesamt bis zu EUR 80.000). Der Inhaber wird zu 50 % am Verwertungserlös beteiligt, dabei trägt er keine Bewertungs- und Verwertungskosten. Parallel zum Verwertungsprozeß findet eine Überwachung der jeweiligen Patentfamilien bzw. des Umfeldes statt, um potentielle Patentkäufer auszufiltern. Kooperation und Realisierung des Auswahlprozesses erfolgen durch die Alpha Gasser Patentverwertungs KG in Zusammenarbeit mit Steinbeis TIB, Steinbeis M&A und dem Steinbeis Verbund. Die Auswahlgüte ist durch die Vorgängerfonds untermauert, die teils deutlich über den Zeit- und Qualitätsvorgaben liegen. Die Entwicklungen der Fonds werden monatlich detailliert dokumentiert. Da die Kompetenzpartner und die Initiatorin zu 25 % nachrangig am Erfolg beteiligt sind, liegt eine hohe Leistungsmotivation vor. Für die Fondsprognosen wird eine Verwertbarkeit (Erlös von durchschnittlich EUR 1,75 Mio.) von nur 54 % der Endauswahl unterstellt. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 0,2 % der Basisauswahl. Marktüblich wäre eine 5%ige Erfolgsquote im Patentverwertungsbereich. Damit liegt ein deutliches Mehrertragspotential vor.

Stärken – Sehr engmaschiger und professioneller Auswahlprozeß. Sehr hohes Mehrertragspotential.

Das Konzept

Der vorliegende Fonds investiert als Teil einer Fondsreihe indirekt in Patente und Patentfamilien. Durch den international vernetzten und etablierten Partner Steinbeis hat der Fonds einen ausgezeichneten Marktzugang. Dieser ist notwendig für das Funktionieren des Konzepts. Daß dieses aufgeht, läßt sich aus den Vorgängerfonds ablesen, die sämtlich über den Planvorgaben liegen. Vorteilhaft für den Anleger ist neben dem Marktzugang auch die professionelle Analyse der möglichen Zielinvestments durch die externen Partner. Für die Evaluation von Patenten gibt es noch keine gültigen Standards, dementsprechend wichtig ist die Expertise der Entscheidungsträger. Bei einer geplanten Laufzeit von 5 Jahren soll der Anleger einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 14,4 % p. a. (nach Steuern) erhalten. Die Weichkostenquote hat sich zum Vorgängerfonds nicht verändert und liegt immer noch bei vertretbaren 14,5 % (incl. Agio). Dem interessierten Anleger wird mit dem vorliegenden Fonds ein etabliertes Konzept offeriert. Auch wenn die bisherigen Fonds noch nicht abgewickelt sind, läßt sich dennoch an den vorliegenden Zahlen ablesen, daß die sehr komplexe Materie der Patentverwertung wirksam erschlossen wurde. Da der Zielmarkt ausgesprochen vielschichtig ist, ist die Partnerqualität außerordentlich wichtig. Steinbeis verfügt neben einer vorbildlichen Expertise über den notwendigen internationalen Zugang zu attraktiven Zielkunden. Da die Partner nachrangig am Fondserfolg partizipieren, kann der Anleger davon ausgehen, daß der Fondserfolg langfristig sichergestellt ist. Alles in allem denke ich, daß das erprobte Konzept der Alpha- Patentfonds kaum überboten werden kann.

Stärken – Hochinteressanter und rentabler Wachstumsmarkt. Professioneller Partner mit einem nachweislich exzellenten Marktzugang. Initiator und Partner erhalten einen nachrangigen erfolgsabhängigen Bonus. Konservative Konzeption und hohes Mehrertragspotential. Kurze geplante Laufzeit. Durch zwei Vorgängerfonds erprobtes und stetig verbessertes Konzept.

Summa summarum

halte ich das Angebot „Alpha Patentfonds 3 - Tranche 2009“ des Initiators Alpha Patentfonds Management GmbH, Frankfurt, für hochattraktiv. Der erlebte Außenauftritt verdient ein A. Die Konzeptgüte ist aus dem aktuellen Verlauf der Vorgängerfonds ersichtlich. Der bestehende Marktzugang mittels eines international führenden Partners, gepaart mit einem gelungenen Konzept, lassen den Fonds sehr empfehlenswert erscheinen. In meinen Augen hat das vorliegende Angebot eine Bewertung mit „hervorragend“ (1+) verdient.

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