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Leistungsbilanzanalyse 2006 Oltmann .pdf

Zahlen und Fakten

Initiator: Oltmann

Gegründet: 1986

Geschäftsfeld: Projekte im Bereich Container-Feeder- und Multipurpose-Schiffe

Laufzeit der Fonds: im Durchschnitt 5,5 Jahre

Bisher aufgelegte Fonds: 193, davon 121 wieder abgewickelt

Gesamtvolumen: EUR 2.020.433.000 (31. 12. 2006)

Eigenkapitalvolumen: EUR 806.927.200 (31. 12. 2006)

Durchschnittliche Rendite der Fonds: rund 27,03 % p. a. (IRR nach Steuern)

Alleinstellungsmerkmale: 40 % des Gesamtmarktvolumens an Schiffverkäufen (121) wurden von der Oltmann-Gruppe getätigt. Kein Agio. Keine Beiräte, kein Treuhandkommanditist. Kleine Vertriebsgruppe. Bisher kein einziges Negativergebnis bei einem Fondsangebot. Hauptaugenmerk liegt im Einkaufspreis der Schiffe. Eigene Bauaufsicht vor Ort. Geringe Vertriebsprovisionen.

Leistungsbilanzanalyse vom 01.08.2008

Leistungsbilanzanalyse 2006 Oltmann

Oltmann beweist sich auch mit der aktuellen Leistungsbilanz als sehr erfolgreicher Anbieter von Schiffsfonds. Sämtliche Ergebnisse sind positiv, mit einer hohen Durchschnittsrendite für den Anleger.

Der Initiator

Die Oltmann-Gruppe wurde 1986 gegründet. Sie hat bis dato 193 Fonds konzipiert und am freien Markt plaziert. Bis heute wurden 121 Fonds durch Schiffsverkäufe wieder aufgelöst, was einem Gesamtmarktanteil von rund 49 % entspricht. Das Gesamtvolumen beträgt EUR 2,02 Mrd., bei einem Eigenkapitalvolumen von rund EUR 807 Mio. In der Vergangenheit nutzte dieser Initiator eine sehr kleine Vertriebsmannschaft. Seit 2005 wird der Außenauftritt verstärkt. Nicht zuletzt durch das Lancieren (ab 2007) der sehr medienwirksamen Sky-Sail-Schiffe (von Segeln unterstützte Frachter) steigerte die Oltmann-Gruppe den eigenen Bekanntheitsgrad nachhaltig. Gemessen an den Zahlen handelt es sich bei diesem Nischenteilnehmer um den erfolgreichsten und erfahrensten Schiffsfondsanbieter auf dem deutschen Markt. Zudem ist die Oltmann-Gruppe „deutscher Meister“ im Verkauf von Schiffen aus eigenen Fonds. Bis dato wurde bei keinem einzigen Schiff ein Negativrekord erwirtschaftet, auch dies stellt bei der langen Emissionshistorie eine bemerkenswerte Ausnahme dar.

Stärken – Sehr erfahrener Initiator mit beeindruckender Leistungsbilanz. Hochinteressante Angebote.

Die Angebotsstruktur

Die Oltmann-Gruppe bewegt sich hauptsächlich im Bereich Container-Feeder- und Multipurpose-Container-Schiffe. Diese sind auf dem Weltmarkt flexibel einsetzbar und relativ schnell wiederveräußerbar. Dabei werden sowohl gebrauchte als auch neue Schiffe erworben. Oltmann legt das Hauptaugenmerk beim Einkauf der Schiffe auf den möglichen Wiederverkauf. Oberste Prämisse ist ein möglichst geringer Kostensatz im Einkauf und Unterhalt. Die Fonds arbeiten sämtlich ohne Beiräte, Treuhandgebühren, Gutachten und Agio. Speziell das Einsparen eines Treuhänders erleichtert den schnellen Schiffsumsatz: Da Treuhänder von laufenden Fondskosten leben, ist ein baldiger Wiederverkauf des Fondsobjektes kaum in ihrem Sinn. Verdient wird mit dem Handel der Schiffe - im Sinne der Anleger. Bei jedem Fonds wird der Reeder als Partner eingebunden. Er partizipiert am Verkaufserlös und ist damit von Anfang an motiviert für ein rentables Gesamtprojekt. Die Oltmann-Gruppe beteiligt sich an jedem einzelnen Fondsschiff mit eigenem Geld, dies untermauert den hohen Eigenanspruch. Oltmann hat sich auf mittelgroße Feeder- und Containerschiffe spezialisiert. Hier besteht eine sehr stabile Nachfragesituation. Das Marktpotential in diesem Segment ist beeindruckend: Auf Grund des weltweit steigenden Warentransfervolumens gehen Prognosen von zweistelligen Wachstumsraten im Containermarkt aus. Auf absehbare Zeit wird ein Nachfragermarkt prognostiziert, der für die Oltmann-Gruppe ein positives Marktumfeld für Schiffverkäufe schafft. Der Nachteil an dieser Marktsituation ist die offensichtlich zunehmende Schwierigkeit, günstige Schiffe zu erwerben. In den letzten Jahren hat sich hier erwiesen, wie wichtig ein exzellentes Netzwerk für den Erwerb opportuner Angebote ist - Oltmann verfügt offensichtlich über einen derartigen Zugang, da die Firmenphilosophie bei den aktuellen Fondsangeboten nachweislich weiter umgesetzt wird. Neben den erprobten Schiffssegmenten hat sich Oltmann als sehr innovativer Anbieter ausgezeichnet: Mit den Sky-Sail-Projekten wurde 2007 eine rentable Marktnische betreten, die über ein hohes Marktpotential verfügt. Gerade vor dem bekannten Hintergrund der steigenden Schiffsbetriebskosten auf Grund der steigenden Treibmittelkosten sind die möglichen Energieeinsparpotentiale durch das Hilfsmittel Segel für Betreiber zunehmend interessant.

Leistungsbilanz

Die Leistungsbilanz 2006 ist optisch wie inhaltlich ansprechend gestaltet. Das Zahlenmaterial zu den laufenden Fonds ist umfangreich. Allerdings kann der Leser nicht exakt erkennen, worin Abweichungen von Planzahlen begründet sein mögen. Die textlichen Ausführungen zur Marktanalyse und Anlagestrategie sind überdurchschnittlich informativ und nachvollziehbar. Die Wiederanlagequote liegt laut Oltmann-Gruppe bei 70-80 %. Die durchschnittliche Laufzeit der Projekte liegt bei rund 5,5 Jahren. Die Leistungsbilanz vergleicht nicht die geplanten mit den erzielten Laufzeiten. Laut Leistungsbilanz wiesen bei den bisherigen Fonds rund 15 % die geplante Laufzeit ungefähr ein. 12 % hatten eine längere Laufzeit und 73 % liefen kürzer. Diese positive Abweichung kommt dem zunehmenden Bedürfnis der Anleger nach immer mehr Flexibilität bei Fondsanlagen entgegen. Bei 71 laufenden Fonds weisen 8 einen Tilgungsrückstand auf, 5 liegen im Soll, die restlichen 58 über Plan. 6 Fonds liegen bei den Ausschüttung unter Plan, 7 im Soll, 58 haben mehr erwirtschaftet. Bei 14 der laufenden Fonds liegt die Liquiditätsreserve unter Plan, bei den restlichen 57 darüber. Bei 10 Fonds liegt die Fremdkapitalquote über dem Soll, 5 Fonds liegen im Soll, die restlichen 56 Fonds weisen einen teils deutlich niedrigeren Darlehensstand auf als prognostiziert. Unter dem Strich kann die Oltmann-Gruppe für rund 80 % ihrer Fonds Zahlen vorlegen, die deutlich besser sind als prognostiziert. Dies untermauert deutlich die Expertise und die konservative Kalkulation des Hauses. Die Resultate der aufgelösten Fonds weisen eine extreme Schwankungsbreite auf als Folge eines flexiblen Reagierens auf den jeweiligen Markt. Die lineare Nachsteuerrendite der Vergangenheit bewegt sich zwischen 0,72 % p. a. und 540,56 % pa. Damit sind Prognosezahlen der einzelnen Fonds ex ante nur als allgemeine Richtwerte verwendbar. Die erzielte Rendite aller Anlagen belief sich auf durchschnittlich 27,03 % p. a. (IRR) bzw. 44,4 % (lineare Rendite). Dieser Wert ist beachtlich, bedenkt man, daß das Zahlenmaterial bis zu 20 Jahre zurückreicht, damit auch schwierigere Marktsituationen gemeistert werden mußten. Gegenüber Bestandsanlagen ist die Planbarkeit der Rendite deutlich geringer. Gleichzeitig überbieten die Angebote der Oltmann-Gruppe die Rendite von Bestandsanlagefonds meist deutlich. Der Anleger wird somit für die beschränkte Planbarkeit belohnt. Die Oltmann-Gruppe hat meines Erachtens über 2 Jahrzehnte hinweg deutlich bewiesen, daß der Eigenanspruch seriöser Konzepte aufgeht - das Interesse der Anleger ist oberste Prämisse für die Fondskonzeption.

Summa summarum

halte ich das Vorgehen der Oltmann-Gruppe für vorbildlich. Meines Erachtens sprechen die langjährige Expertise, die kurzfristige Kapitalbindung und die erzielbare Rendite für eine nähere Beschäftigung mit diesem Initiator.

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