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Zahlen und Fakten

Initiator: Rising Star

Investitionsobjekt: AUDA Capital IV Fondsprogramm, per Feeder-Fund

Konzeption: Dachfonds

Steuerliche Struktur: vermögensverwaltend

Investitionsparameter: 10 bis 15 Zielfonds in den USA, die vom Partner ausgewählt werden; Investmentfokus zu 80% Nordamerika; 9 Zielfonds stehen bereits fest

Mindestzeichnungssumme: EUR 40.000, zzgl. 5% Agio (PE II) oder US-$ 50.000, zzgl. 5% Agio (PE III)

Geplante Laufzeit: mindestens 10 Jahre

Gesamtinvestition: geplant EUR 40 Mio. (PE II), US-$ 10 Mio. (PE III)

Fremdkapital: ohne

Geplante Rendite: 14% p.a. (IRR), nach Abzug aller Kosten

Weichkosten (incl. Agio): 12,38%; 1,76% p.a. (auf Fondsebene)

Investment Manager (IM): AUDA Private Equity LLC

Treuhandkommanditist: Fremdfirma

Mittelverwendung (incl. Agio): 87,6% (incl. Liquiditätsreserve)

Alleinstellungsmerkmale: „Mid-sized buy-out“, damit vergleichsweise günstiges Risiko/ Gewinn-Verhältnis, Hauptfokus zu 80% auf USA.

Bewertung: 1- (Notenskala)

Investmentanalyse vom 17.03.2006

Rising Star Private Equity II

Der Initiator

Anbieter der vorliegenden Beteiligung ist die Star Private Equity Management GmbH, Bottighofen, Schweiz. Der Initiator sieht sich als „Investmenthaus“. Insgesamt werden derzeit rund EUR 600 Mio. in Zertifikaten und Fonds verwaltet. Das vorliegende Angebot ist der zweite Publikumsfonds der Unternehmensgruppe. Der vorliegende Fonds dient, wie der Vorgänger (Volumen: EUR 80 Mio.), quasi als „Sammelstelle“ für das AUDA Fondsprogramm. Der Initiator ist im Marketing ausgesprochen aktiv. Das Management ist erfahren und renommiert. Die persönliche Kommunikation war in der Vergangenheit sehr schwierig. Derartige Erfahrungen dürfen hoffentlich als „Anlaufschwierigkeiten“ abgehackt werden. Die derzeitige Mindestanlagesumme liegt bei in meinen Augen „vernünftigen“ EUR 40.000 oder wahlweise US-$ 50.000.

Der Prospekt

Der Umfang liegt mit 82 Seiten leicht unter dem Durchschnitt. Die Darstellungsqualität ist deutlich besser, als beim Vorgängerfonds. Inhaltlich vollständig und nachvollziehbar, ist der Prospekt nun angenehm zu lesen.

Stärken - Gut leserlicher und ansprechender Prospekt.

Der Markt

Bei einer Unternehmensbeteiligung über Private Equity (PE) sind folgende Paradigma gegeben: Das Unternehmen ist in aller Regel bereits in seinem Marktsegment etabliert. Ein Erfolg läßt sich hier anhand fundamentaler, durch Wirtschaftsprüfer testierte Daten, bestehende Kundenbeziehungen und den Ergebnissen der Vorjahre besser einschätzen. In aller Regel benötigt ein solches Unternehmen zusätzliches Kapital für eine Wachstumsfinanzierung. Der Markt ist hochattraktiv. Vor allem im Zeichen immer vorsichtiger agierender Banken stehen dem interessierten Anleger bemerkenswerte Potentiale offen. Die Zahlen sprechen für sich: Das Investitionsvolumen in den USA lag 2004 bei rund US-$ 52 Mrd. Die Schwierigkeit besteht für den Marktteilnehmer darin, „die Spreu von Weizen“ zu trennen. Zur Zeit gibt es weltweit rund 3.000 Private Equity Fonds. Diese stellen für Dachfondsanbieter die Zielfonds dar, über die diversifiziert wird. Das Anlageprogramm der AUDA-Gruppe zielt primär auf eine Beteiligung an mittleren Unternehmen in der Buy-Out-Phase ab. Dies ermöglicht das günstigste Risiko-Gewinn-Verhältnis im Segment Private Equity. In diesem Segment weisen Buy-Outs eine überlegene Rentabilität auf. Dies liegt in der Bewertung von mittelständischen Unternehmen, die vergleichsweise niedriger ausfällt, als bspw. die notierter Aktiengesellschaften. Nach den „goldenen Jahren“ zu Beginn der neunziger Jahre sind für Bereich Mega-Buy-Outs mittelfristig Korrekturen zu erwarten.

Schwächen - Markt wird zunehmend schwieriger, umso wichtiger wird die Wahl eines etablierten Partners.

Stärken - Hochinteressanter Markt mit einem ausgewogenen Risiko-Chancen-Profil bei entsprechend etabliertem Fondsmanagement.

Der Partner

Die AUDA-Gruppe wurde 1989 in New York gegründet, um die Anlagen in Hedgefonds und Private Equity der Familie Harald Quandt in den U.S.A professionell zu betreuen. Heute ist sie zu 70% im Quandt-Eigentum. Die AUDA-Gruppe hat in Private Equity von 1989 bis dato eine durchschnittliche Rendite (IRR) von 22,6% p.a. erwirtschaftet. Derzeit betreut sie ein Volumen von US-$ 3,6 Mrd. Auda hat sich als Spezialist für alternative Investments etabliert. Seit 1994 ist Auda offen für Dritt-Investoren, zu denen neben anderen Familien seit 1997 auch große deutsche Versicherungsunternehmen zählen. Die Familie Harald Quandt ist stets bedeutender Mitinvestor in allen Produkten, die von Auda verwaltet werden. Auda beschäftigt heute mehr als 50 Mitarbeiter, von denen etwa 40 im Fondsmanagement arbeiten. Die restlichen 10 Mitarbeiter betreuen die Kunden in den USA, Südamerika und Europa. Die Anlageparameter der AUDA-Gruppe sind eindeutig. Ein Zielfonds muß vorweisen: mindestens 5 Jahre Erfolgsnachweis und Erfahrungen mit dem Management von institutionellen Fonds; konstante Renditen im Top-Quartile; konsistente Investmentstrategie, die sich durch einen formalen Investmentprozeß und einen disziplinierten Auswahlprozeß auszeichnet; erfahrenes und professionelles Management, das bereits mehrere Jahre zusammen im Bereich Private Equity gearbeitet hat und über ausreichende finanzielle und operative Ressourcen verfügt; signifikantes Eigeninvestment durch den haftenden Komplementär (General Partner), das bevorzugt mindestens US-$ 50 Mio. beträgt. Derzeit sind bereits mit neun etablierten Zielfonds Investmentverträge für das aktuelle AUDA Capital IV Fondsprogramm unterzeichnet.

Stärken - Erfahrenes und bankenunabhängiges Unternehmen mit einer exzellenten Leistungsbilanz.

Das Konzept

Der Anleger soll über einen Dachfonds in den Markt „Private Equity“ investieren. Konkret soll er sich über das AUDA Capital IV Fondsprogramm an 15 Zielfonds mit einem 80%igen Fokus auf Nordamerika beteiligen. Das vorliegende Angebot dient somit als „Feeder-Fund“ für das AUDA Programm. Die Fondslaufzeit liegt bei mindestens 10 Jahren. Der Initiator erwartet eine Rendite von rund 14% p.a., nach Abzug der Kosten. Der Markt wird zunehmend schwieriger. Umso wichtiger ist daher die Wahl eines professionellen Partners mit Zugang zu den Topzielfonds. Der Investitionsgrad ist mit 87,6% (incl. Agio und Liquiditätsreserve) durchschnittlich. Die Fondsgebühren liegen bei 1,76% p.a. und den anfänglichen Weichkosten von 12,38%. Der Partner ist neben einer weiteren jährlichen Management-Gebühr nach Erreichen einer 8%igen „Hurdle-Rate“ am Erfolg beteiligt. Der Initiator wird komplett nachrangig bezahlt: Erst nach Rückzahlung der Einlage an den Anleger und Erreichen einer 14%igen (bez. auf das gebunden Kapital) „Hurdle-rate“ wird das Ergebnis anteilig auch auf den Emittenten verteilt. Der Treuhandkommanditist stimmt in Gesellschafterversammlung nach Weisung der Treugeber ab. Fehlt eine solche, stimmt er „pflichtgemäßem Ermessen im mutmaßlichen Interesse der Treugeber ab“. Ein Investor wird gut daran tun, eindeutige Weisungen zu geben. Insgesamt sollte das Fondskonzept auf Grund der Partnerqualität aufgehen. Zudem sind bereits Investitionsvereinbarungen mit derzeit neun Topzielfonds unterzeichnet.

Schwächen - Prognosen sind ambitioniert. Fondsvolumen ist begrenzt.

Stärken - Etablierter Partner mit funktionierendem Netzwerk. Neun Topzielfonds bereits vertraglich gebunden. Nachrangige Beteiligung der eingebundenen Unternehmen. Hohe Mindestzeichnungssumme. Hohe mögliche Rendite.

Summa summarum

halte ich das vorliegende Angebot „Star Private Equity II“ der Rising Star AG für sehr gut. Trotz der in der Vergangenheit schwierigen Kommunikation erhält der Initiator auf Grund seines professionellen Auftritts die Note (2). Die Fondskonzeption ist „rund“ und entspricht dem Vorgängerangebot. Durch den Partner AUDA sind bereits neun Topzielfonds angebunden. Damit ist das Risiko /Chancenverhältnis vergleichsweise sehr gut. In meinen Augen hat das vorliegende Angebot eine Bewertung mit „sehr gut“ (1-) verdient.

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