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Zahlen und Fakten
Initiator: NPL Investor AG, Triesen/Liechtenstein
Investitionsobjekte: (un-)besicherte, (un-)titulierte Forderungspakete, die von Banken veräußert werden
Einkunftsart: Einkünfte steuerfrei, fallen unter Progressionsvorbehalt
Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000 zzgl. 5 % Agio oder ratierlich
Geplante Laufzeit: ab 5 bis 30 Jahre, durch Anleger wählbar nach Multiflex-Modell
Plazierungszeit: bis 31. 12. 2012
Emissionskapital: EUR 120 Mio. zzgl. 5 % Agio
Mindestkapital: EUR 2,5 Mio.
Ausschüttungen: keine laufenden Ausschüttungen geplant, 40 % Gewinnentnahme ab 2012 möglich
Gewinnverteilung: 30 % an Servicer, 10 % p. a. bevorzugt an Anleger, Rest wird 50:50 aufgeteilt zwischen Initiator und Anleger
Fremdkapital: nein
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Fondsanalyse vom 20.12.2011
NPL Investor AG & Co. KG
Dieser Liechtenstein-Fonds bietet Anlegern über verschiedene Modelle die Möglichkeit, sich an überwiegend grundbuchrechtlich besicherten leistungsgestörten Krediten, die professionell verwertet werden, zu beteiligen. Die eingebundenen Partner sind erfahren, das Konzept funktioniert nachweislich.
Der Anbieter
Die NPL Investor AG, Triesen / Liechtenstein, wurde 2011 gegründet und wird von Hans-Jörg Schneider vertreten. Er ist in Personalunion einziger Vorstand und Verwaltungsrat der AG. Als Initiator hat das Unternehmen keine Historie. Fondsgeschäftsführer Hans-Jörg Schneider ist, laut vorliegender Vita, ehemaliger Bankdirektor. Über seine tatsächliche persönliche Eignung ist mir keine Aussage möglich.
Der Vertrieb und die Anlegerverwaltung sind beim vorliegenden Angebot ausgelagert. Der Fonds selbst wurde von fachkundiger dritter Seite konzipiert. Das Management des Fonds bzw. Servicers gilt als sehr erfahren im Ankauf und der Verwertung von Immobilien. Auch im Zielmarkt der Problemkredite ist das Management seit mehreren Jahren unterwegs mit einem abgewickelten Volumen von bis dato über EUR 1,5 Mrd. – laut eigener, nicht überprüfter Aussage.
Stärken – Die im Fonds eingebundenen Partner sind erfahren. Geschäftsführer der Fondsgesellschaft kommt aus dem gehobenen Bankenbereich.
Der Markt
Leistungsgestörte Kredite sind Kredite, bei denen der Schuldner mit der Erfüllung seiner Pflichten bereits in Verzug geraten ist, die Bank aufgrund der Kreditnehmerbonität Zugeständnisse gemacht hat, oder die unter strategischen Aspekten kein attraktives Rendite-Risiko-Profil (aus Bankensicht) aufweisen. Leistungsgestörte Kredite sind für Banken ein zunehmend spürbares Problem. Kreditgeber bemühen sich weltweit um einen Verkauf von Kreditpaketen, um die Eigenkapitalquote zu erhöhen [1]. Die Kredite werden in zwei Gruppen unterteilt: nicht-gesicherte und gesicherte Forderungen. Nicht-gesicherte Forderungen sind in der Regel Forderungspakete aus Privatinsolvenzen, Konsumentenkredite oder solche Kredite, deren Sicherheit bereits verwertet wurde. Besicherte Forderungen sind Kredite, für deren Absicherung Sicherheiten (bspw. Immobilien, Mobilien, Lebensversicherungen, Rentenversicherungen u. ä.) gestellt wurden. Das Problem liegt in der sehr individuellen Natur der einzelnen Fälle. Die Gründe für eine Leistungsstörung von Seiten des Schuldners sind so verschieden wie die Menschen, die dahinter stehen. Die Lösungsansätze, um ein derartiges gestörtes Schuldverhältnis zu einem für alle Beteiligten befriedigenden Ende zu führen, müssen dementsprechend individualisiert werden. Das erfordert ein hohes Maß an menschlicher und fachlicher Kompetenz. In Zeiten der Krise, in denen Banken ihren Personalstamm abbauen und sich auf Kernkompetenzen konzentrieren, ist es für sie in der Regel sinnvoll, leistungsgestörte Kreditpakete zu veräußern an spezialisierte Verwertungsunternehmen. Aktuelle Studien gehen von einem Volumen notleidender Kredite alleine in Deutschland im Umfang von rund EUR 225 Mrd. (Nominalwert) [2] aus. Da Kreditpakete im ungesicherten Bereich für rund 1 bis 4 % ihres Nominalwertes käuflich sind, bewegt sich das Investitionsvolumen bei rund EUR 4 Mrd., was ein beträchtliches Marktpotential darstellt. Das tatsächliche Transaktionsvolumen lag laut Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing 2007 bei EUR 6,5 Mrd.
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